Kategorie-Archiv: Motive & Motivation

Sich und sein Team kennenlernen

kennenlernen

Sich und sein Team kennenlernen

Als neue Führungskraft wird man manchmal etwas unvorbereitet in diese Rolle gebracht. Nicht, dass man nicht gewisse Stärken und Fähigkeiten für diese Rolle mitbringen würde. Auch wird man sicher das eine oder andere vorbereitende Training absolviert haben, um gewappnet zu sein auf die Anforderungen und auch unvorhersehbare Ereignisse. Trotzdem weiß man manchmal nicht, was man wirklich selbst an Stärken und Motivationen mitbringt. Und noch viel weniger weiß man, was die Teammitglieder alles an wertvollen Ressourcen mitbringen.

Wie können Sie sich und Ihr Team besser kennenlernen?

  1. Feedback für scih selbst einholen: Sie können sich Feedback von außen geben lassen. Tun Sie das. Fragen Sie Ihren Vorgesetzten oder ehemalige Teamollegen, was sie an Ihnen schätzen. Fragen Sie ruhig auch Ihr privates Umfeld, welche Stärken Sie im Alltag zeigen oder was Sie auch besonders in Krisen auszeichnet.
  2. Selbsteinschätzung: Notieren Sie selbst, was Ihnen bewusst ist. Nutzen Sie dazu auch Listen aus Bewerbungsbüchern oder diese hier. Gehen Sie die Tätigkeiten durch und überlegen Sie, was Sie davon gut und vor allem auch gerne machen. Solche Listen können Ihnen auch für die Einschätzung von Ihrem Team nutzen. Entweder Sie machen selbst eine Einschätzung oder Sie lassen Ihre Mitarbeiter sich selbst einschätzen, die Ihnen dann Ihre fünf bis sieben wichtigsten Stärken nennen.
  3. Testung: Nutzen Sie auch die Möglichkeit, eine professionelle Testung machen zu lassen. Zu Ihren Stärken können Sie diesen kostenlosen Test machen. Er dauert ca. 20 Minuten. Basierend auf der Forschung von Martin Seligman von der University of Pennsylvania und anderen sind 24 Charakter- oder Signaturstärken ermittelt worden. Wenn alle Ihre Teammitgieder beim gleichen Coach den Test machen, kann auch (entgeltlich) eine Teamauswertung erfolgen. Eine weitere Variante ist die MotivStrukturAnalyse MSA®, bei der Sie eine Asuwertung über 18 unterschiedliche Motive erhalten. Auch hier kann eine Teamauswertung sehr sinnvoll sein, um die unterschiedlichen Motive gezielt in der Teamarbeit einzusetzen. Dieser Test existiert in einer kostenlosen Kurzvariante mit einer Auswertung zu fünf Motiven. Eine komplette Auswertung ist dann gegen Bezahlung jederzeit nachholbar. Wenn  Sie Interesse an der kostenlosen Kurzauswertung haben, kontaktieren Sie mich hier, damit ich Ihnen den Link zuschicken kann. Informationen zur MSA® finden Sie hier. Der Test dauert 20-25 Minuten. Für die Tests empfehle ich Ihnen, diese in einer entspannten Athmosphäre zu machen, wenn Sie keiner stören kann.

Wenn Sie die Möglichkeit haben, probieren Sie alle Wege aus. Dadurch erhalten Sie ein abgerundetes Bild von sich und Ihrem Team.

Ich wünsche Ihnen eine spannende Zeit bei der Entdeckungsreise!

Let’s fetz oder diese Teamphasen sind ganz normal

Teamphasen

Let’s fetz oder diese Teamphasen sind ganz normal

Wie Teams sich entwickeln ist immer wieder spannend zu beobachten, egal ob diese Teams klein oder groß sind.

In der Automobilbranche bestanden meine Teams meistens aus sechs bis acht Personen. Im allgemeinen muss ich sage, waren diese Leute es durchaus gewohnt, in Teams zu arbeiten und haben sich durchaus schnell eingefunden. Was aber, wenn sich Teams aus anderen Bereichen zusammensetzen oder die Hierarchie nicht vorgegeben ist? Dann erlebt man, wie sich das Team entwickelt oder auseinanderbricht.

Ich möchte hier zum einen die Teamphasen, wie man sie zum Beispiel bei Ken Blanchard bzw. bei R. B. Lacoursiere findet, darstellen und diese mit eigenen Erfahrungen aus ganz anderen Bereichen veranschaulichen.

Orientierung/ Forming

Die klassische Phase, das Team kommt zusammen. Man schaut, wie die anderen ticken, und ist hochmotiviert.Die Produktivität ist eher niedrig.

Beispiel1: Nach meiner Coachingausbildung wollte ich mit sechs oder sieben Leuten gemeinsam ein Buch schreiben. De Idee war, dass wir somit alle ein Buch vorweisen könnten und alle fanden die Idee super. Da ich die Leute angesprochen hatte, übernahm ich die Organsiation der Telefonkonferenzen und des Protokolls.

Beispiel 2: Ich habe mal in einem Bereich angefangen, der nur aus einem Kollegen und dann mir bestand. Chef war unser Standortleiter. Mein Kollege und ich verstanden uns auf Anhieb, die Wellenlänge passte und wir hatten viele Ideen.

Beispiel 3: In meiner Zertifizierung zum Projektmanager gab es einen ganzen Tag ein Assessment. Wir waren drei Gruppen, die  kleine Teams bildeten. Alle hatten wir Projektleitererfahrung und die entsprechende Ausbildung hinter uns. Wir bekamen eine Aufgabenstellung und mussten uns organisieren.

Frustration/ Storming

In dieser Phase sinkt die Motivation rapide. Grenzen werden ausgetestet, die Hierarchie ist dabei, sich zu entwickeln. Jeder kämpft um seinen Platz und seine Position im Team. Die Produktivität steigt langsam.

Beispiel 1: Die Meinungen gingen weit auseinander, wie wir das ganze beginnen sollten. Die einen schlugen Schreibproben vor, die anderen diskutierten über die Form (eBook oder Papier) und die Art des Herausbringens (Verlag oder Self-Publisher). Manche waren auch noch nicht sicher, für welche Themen sie eigentlich standen (was völlig legitim war). Die Geschwindigkeiten waren sehr unterschiedlich in der Herangehensweise. Die einen wollten voran, die anderen lieber in Ruhe austesten. Die ersten stiegen aus dem Projekt aus verschiedenen Gründen aus.

Beispiel 2: Die Vorstellung von bestimmten Vorgehensweise war bei meinem Kollegen und mir unterschiedlich. Zusätzlich wurden die Machtverhältnisse getestet. Er war seit bestimmt 20 Jahren in dem Bereich tätig und hatte ihn aufgebaut. Jetzt kam jemand, der ihm Bereiche möglicherweise streitig machen wollte. Dies zeigte scih darin, dass Kontakte nicht weitergegeben wurden und er diese dann selbst kontaktierte. Allerdings hatte er den Eindruck, ich würde nicht genug tun, was ich tatsächlich nicht tat, weil ich auf ihn wartete. Parallel zeichnete sich auch noch ein Machtkampf zwischen Standortleiter und ihm ab.

Beispiel 3: Auch in der Zertifizierung hatten wir alle unterschiedliche Vorstellung, wie wir vorgehen wollten, wie die Terminschiene zu planen sei etc. Und jeder wollte bei der Zertifizierung am besten dastehen. Zur Mittagspause hatte ich den Eindruck, dass unser Team kurz davor stand, sich gegenseitig umzubringen.

Beschluss/ Norming

In dieser Phase werden Leitlinien und Vorgehensweisen definiert, die Struktur ist klar, die Motivation steigt stark an. Die Produktivität entwickelt sich positiv weiter.

Beispiel 1: Inzwischen hatten wir einen Modus der Treffen entwickelt, Aufgaben verteilt und erledigten die Aufgaben teilweise. Immer wieder kam es jedoch zu Absagen, so dass schlecht neue Termine gefunden wurden. Zu Beginn dieser Phase merkte ich, dass meine Motivation auch niedrig war. Im gemeinsamen Beschluss eines nachher recht kleinen Kreises legten wir das Projekt auf Eis und erreichten die letzte Phase nicht mehr.

Beispiel 2: Nach dem Verunsicherungen beigelegt waren und Anerkennung für meine Leistungen ausgesprochen waren, fanden mein Kollege und ich zu einem regelmäßigen Turnus, in dem wir uns trafen und absprachen und legten unterschiedliche Verantwortlichkeiten fest, so dass er nicht das Gefühl hatte, dass von meiner Seite nichts kam und ich nicht das Gefühl hatte, dass er nichts abgibt.

Beispiel 3: Nach dem Mittagessen und dem Knüpfen persönlicher Kontakte innerhalb der Gruppe ging eine merkliche Veränderung durch das Team. Wir begannen, zielgerichteter zu arbeiten, da wir merkten, dass wir voneinander abhängig waren, akzeptierten die Hierarchie und begannen, konstruktive Lösungen zu liefern. Auch begannen die einzelnen Teammitglieder eigene Verantwortlichkeiten für bestimmte AUfgaben zu übernehmen.

Produktion/ Performing

In dieser Phase hat das Team das perfekte Zusammenspiel gefunden. Der Teamleiter dient nur noch als Unterstützer und die einzelnen Mitglieder kennen ihre Aufgaben und sprechen sich untereinander ab.

Beispiel 1: Gruppe hat die Phase nicht mehr erreicht, weil sie isch zuvor aufgelöst hat.

Beispiel 2: Mein Kollege und ich harmonierten sehr gut, jeder übernahm auch für den anderen Aufgaben und bot sich an, wenn sie in seinen Bereich fielen. Die Kommunikation, die teilweise über den Standortleiter lief, nahm deutlich ab. Viel mehr verstand man sich als Team, was zusammenstand.

Beispiel 3: Die Aufgaben begannen, allein zu laufen, und zum Schluss konnte das Team eine sehr gute Abschlusspräsentation liefern, was die Harmonie in der Gruppe widerspiegelte. Bemerkenswert fand ich, dass man diese Teamphasen tatsächlich an einem Tag in acht Stunden intensiver Arbeit alle durchlaufen und erleben konnte.

 

Wenn man diese Phasen kennt und auch weiß, was sich in ihnen abspielt, kann man deutlich gelassener mit dem aufkommenden Chaos in manchen Phasen umgehen.

 

Wenn Sie zu den Phasen mehr erfahren wollen, empfehle ich Ihnen als handlichen Einstieg das Buch „Der Minuten Manager schult Hochleistungsteams“ von Kenneth Blanchard, Donald Carew und Eunice Parisi-Carew.

Haben Sie Fragen dazu? Kontaktieren Sie mich!

Die kleinen gemeinen Hindernisse auf dem Weg zum Erfolg

Methoden

Die kleinen gemeinen Hindernisse auf dem Weg zum Erfolg

Sie glauben, Sie hätten alles im Griff bei Ihren Zielen? Sie sind voll motiviert, der Plan steht?
Aber kennen Sie auch diese freundlichen Kollegen?

Die kleinen gemeinen Hindernisse auf dem Weg zum Erfolg

Die Angst vor Veränderung

Sie sind hoch motiviert, Sie sehen Ihren Weg, Sie sehen eine Chance, aber plötzlich verlangsamen sich Ihre Aktivitäten. Sie werden antriebslos. Sie entdecken neue spannende Aufgaben, die aber nichts mit Ihrem Ziel zu tun haben. Wissen Sie was? Sie könnten Angst haben, dass Sie es schaffen. Ihre Komfortzone wird sich verändern und davor hat Ihr Ego unheimlich viel Angst. Es liebt die Gewohnheit. Schauen Sie mal genau hin.

Die Reaktionen des Umfelds

Stellen Sie sich mal vor, Sie können sich nicht mehr mit Ihrem betsen Freund/ Ihrer besten Freundin über all die Ungerechtigkeiten der Arbeitswelt unterhalten, weil Ihr Freund/ Ihre Freundin die Initiative ergriffen hat und etwas verändert hat. Er oder sie ist jetzt einer von den anderen. Denen, die das System unterstützen, die Glück haben, die begabter sind… Sie werden sich wohl von ihr oder ihm abwenden… So schlimm muss es natürlich nicht kommen, aber Ihr Umfeld reagiert manchmal schon seltsam, wenn Sie ins handeln kommen. Versuchen Sie, Veränderungen rechtzeitig anzukündigen und mit Ihrem Umfeld darüber zu reden, damit es sich nicht vor den Kopf gestoßen fühlt.

Macht man halt so

Vielleicht haben Sie auch Ziele aus dieser Kategorie dabei. Die hören sich auch oft ganz vernünftig an, weil man das eben so macht. Aber machen Sie es so? Wichtig für alle Ziele ist immer, dass Sie das Gefühl haben, dass sie zu Ihnen passen. Wenn nicht, werden Sie sich selbst im Laufe der Zeit sabotieren und Dinge vorschieben, die gerade noch ganz wichtig sind zu erledigen.

Kennen Sie noch andere Hindernisse, die Sie abhalten? Ich freue mich, von Ihnen zu hören.

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Gute Rituale (7): Veränderungen zeitlich begrenzen

Ziele erreichen

Gute Rituale (7): Veränderungen zeitlich begrenzen

Ich habe gerade einen schönen Artikel bei ZEIT online zum Thema Motivation gelesen (hier geht es zum Artikel), der mich gerade zu diesem Blogbeitrag inspiriert hat.

Es geht um die typischen Situationen wie Abnehmen, Sprachen lernen, Sport treiben. Ich merke es gerade selber an mir: vor einiger Zeit habe ich mir gewünscht, fünfmal die Woche Yoga zu machen. Ich habe es dann, als es nichts wurde, auf viermal gekürzt. Das war immer noch schwierig (ich gebe zu, dass ich parallel auch noch anderen Sport betrieben habe, aber mir war es wichtig, Yoga stärker in mein Leben zu bringen). Anscheinend war das Ziel entweder undefiniert oder unattraktiv. Wie ist der Stand heute: Ich mache jeden Tag Yoga trotz weiterem Sport. Was ist jetzt anders?

Zum einen: ein attraktives Ziel. Ich hatte schon angefangen, mir ein paar Asanas (Körperhaltungen) herauszusuchen, an denen ich arbeiten wollte. Damit war das Ziel schon etwas konkretisiert, aber es fehlte für mich noch der klare Sexappeal. Plötzlich steuerte ich über ein Online-Kursprogramm zu Armbalancen wie Unterarmstand und Handstand und noch viel verrücktere Posen. Das war es! Ich habe mich Hals über Kopf in diese Programm verliebt. Das war es, woran ich Spaß hatte und was ich wollte. Ich wollte im Handstand stehen und das lange.

Was noch? Es ist ein Programm mit klarer Struktur. Die Tage sind vorgeplant, ich weiß, was morgen rankommt und was danach. Ich habe jeden Tag eine überschaubare Menge an Hausaufgaben, die sich im Schwierigkeitsgrad steigern.

Und: Das Programm ist klar begrenzt. Es sind drei Blöcke à je 30 Tage. Ich befinde mich gerade in Block eins bei Tag 29. Ich kann es selber kaum glauben, dass ich bis hierhin durchgehalten habe. Dieser Überblick, dass es 30 Tage sind und dass danach etwas neues kommt, ist für mich ungemein motivierend. Ich bin jemand der Abwechslung mag. Aber auch so gefällt mir die klare Abgrenzung, um durchzuhalten, die Aufgabe handlicher zu machen. Diese Vorgehensweise versuche ich gerade, in andere Bereiche meines Lebens zu übertragen.

Wie bekommt man nun diesen Schwung des Beginnens und die erste wachsende Routine nach 30 oder 90 Tagen in eine Dauerroutine? Hier hilft es, sich selber Feedback zu geben und wenn man bekommen kann, auch Feedback von außen zu nutzen. Das eigene Feedback kann entstehen, in dem man die Fortschritte aufzeichnet: so viele Vokabeln, soviele Tage hintereinander daran gearbeitet, so viele Sekunden im Handstand gestanden (letztlich waren es bei mir 29 Sekunden ohne auf den Händen zu laufen). Feedback von außen kann vom Partner, von Freunden oder noch besser von einer Gemeinschaft von Gleichgesinnten kommen. Meine App hat da viele Vorteile, das ist fast wie Facebook für Fitness- und Yogafreaks: Die App sagt mir, dass ich das 50. Yogaworkout absolviert habe oder dass ich schon 14 Tage hintereinander Sport treibe. Außerdem gibt es andere, die mein Workout liken oder kommentieren können oder mir auch Tipps geben. Ich kann wiederum sehen, welche Fortschritte die anderen machen, was mir hilft, mein Vorankommen realistisch einzuschätzen. Weitere Ideen zum Tracken finden Sie übrigenz auch in meinem kindle-Buch „Wer gestaltet eigentlich mein Leben?„.

Mein Tipp ist Ziel setzen, Zeitraum klar und für einen selber attraktiv definieren und Fortschritt tracken.