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Die kleinen gemeinen Hindernisse auf dem Weg zum Erfolg

Methoden

Die kleinen gemeinen Hindernisse auf dem Weg zum Erfolg

Sie glauben, Sie hätten alles im Griff bei Ihren Zielen? Sie sind voll motiviert, der Plan steht?
Aber kennen Sie auch diese freundlichen Kollegen?

Die kleinen gemeinen Hindernisse auf dem Weg zum Erfolg

Die Angst vor Veränderung

Sie sind hoch motiviert, Sie sehen Ihren Weg, Sie sehen eine Chance, aber plötzlich verlangsamen sich Ihre Aktivitäten. Sie werden antriebslos. Sie entdecken neue spannende Aufgaben, die aber nichts mit Ihrem Ziel zu tun haben. Wissen Sie was? Sie könnten Angst haben, dass Sie es schaffen. Ihre Komfortzone wird sich verändern und davor hat Ihr Ego unheimlich viel Angst. Es liebt die Gewohnheit. Schauen Sie mal genau hin.

Die Reaktionen des Umfelds

Stellen Sie sich mal vor, Sie können sich nicht mehr mit Ihrem betsen Freund/ Ihrer besten Freundin über all die Ungerechtigkeiten der Arbeitswelt unterhalten, weil Ihr Freund/ Ihre Freundin die Initiative ergriffen hat und etwas verändert hat. Er oder sie ist jetzt einer von den anderen. Denen, die das System unterstützen, die Glück haben, die begabter sind… Sie werden sich wohl von ihr oder ihm abwenden… So schlimm muss es natürlich nicht kommen, aber Ihr Umfeld reagiert manchmal schon seltsam, wenn Sie ins handeln kommen. Versuchen Sie, Veränderungen rechtzeitig anzukündigen und mit Ihrem Umfeld darüber zu reden, damit es sich nicht vor den Kopf gestoßen fühlt.

Macht man halt so

Vielleicht haben Sie auch Ziele aus dieser Kategorie dabei. Die hören sich auch oft ganz vernünftig an, weil man das eben so macht. Aber machen Sie es so? Wichtig für alle Ziele ist immer, dass Sie das Gefühl haben, dass sie zu Ihnen passen. Wenn nicht, werden Sie sich selbst im Laufe der Zeit sabotieren und Dinge vorschieben, die gerade noch ganz wichtig sind zu erledigen.

Kennen Sie noch andere Hindernisse, die Sie abhalten? Ich freue mich, von Ihnen zu hören.

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Gute Rituale (7): Veränderungen zeitlich begrenzen

Ziele erreichen

Gute Rituale (7): Veränderungen zeitlich begrenzen

Ich habe gerade einen schönen Artikel bei ZEIT online zum Thema Motivation gelesen (hier geht es zum Artikel), der mich gerade zu diesem Blogbeitrag inspiriert hat.

Es geht um die typischen Situationen wie Abnehmen, Sprachen lernen, Sport treiben. Ich merke es gerade selber an mir: vor einiger Zeit habe ich mir gewünscht, fünfmal die Woche Yoga zu machen. Ich habe es dann, als es nichts wurde, auf viermal gekürzt. Das war immer noch schwierig (ich gebe zu, dass ich parallel auch noch anderen Sport betrieben habe, aber mir war es wichtig, Yoga stärker in mein Leben zu bringen). Anscheinend war das Ziel entweder undefiniert oder unattraktiv. Wie ist der Stand heute: Ich mache jeden Tag Yoga trotz weiterem Sport. Was ist jetzt anders?

Zum einen: ein attraktives Ziel. Ich hatte schon angefangen, mir ein paar Asanas (Körperhaltungen) herauszusuchen, an denen ich arbeiten wollte. Damit war das Ziel schon etwas konkretisiert, aber es fehlte für mich noch der klare Sexappeal. Plötzlich steuerte ich über ein Online-Kursprogramm zu Armbalancen wie Unterarmstand und Handstand und noch viel verrücktere Posen. Das war es! Ich habe mich Hals über Kopf in diese Programm verliebt. Das war es, woran ich Spaß hatte und was ich wollte. Ich wollte im Handstand stehen und das lange.

Was noch? Es ist ein Programm mit klarer Struktur. Die Tage sind vorgeplant, ich weiß, was morgen rankommt und was danach. Ich habe jeden Tag eine überschaubare Menge an Hausaufgaben, die sich im Schwierigkeitsgrad steigern.

Und: Das Programm ist klar begrenzt. Es sind drei Blöcke à je 30 Tage. Ich befinde mich gerade in Block eins bei Tag 29. Ich kann es selber kaum glauben, dass ich bis hierhin durchgehalten habe. Dieser Überblick, dass es 30 Tage sind und dass danach etwas neues kommt, ist für mich ungemein motivierend. Ich bin jemand der Abwechslung mag. Aber auch so gefällt mir die klare Abgrenzung, um durchzuhalten, die Aufgabe handlicher zu machen. Diese Vorgehensweise versuche ich gerade, in andere Bereiche meines Lebens zu übertragen.

Wie bekommt man nun diesen Schwung des Beginnens und die erste wachsende Routine nach 30 oder 90 Tagen in eine Dauerroutine? Hier hilft es, sich selber Feedback zu geben und wenn man bekommen kann, auch Feedback von außen zu nutzen. Das eigene Feedback kann entstehen, in dem man die Fortschritte aufzeichnet: so viele Vokabeln, soviele Tage hintereinander daran gearbeitet, so viele Sekunden im Handstand gestanden (letztlich waren es bei mir 29 Sekunden ohne auf den Händen zu laufen). Feedback von außen kann vom Partner, von Freunden oder noch besser von einer Gemeinschaft von Gleichgesinnten kommen. Meine App hat da viele Vorteile, das ist fast wie Facebook für Fitness- und Yogafreaks: Die App sagt mir, dass ich das 50. Yogaworkout absolviert habe oder dass ich schon 14 Tage hintereinander Sport treibe. Außerdem gibt es andere, die mein Workout liken oder kommentieren können oder mir auch Tipps geben. Ich kann wiederum sehen, welche Fortschritte die anderen machen, was mir hilft, mein Vorankommen realistisch einzuschätzen. Weitere Ideen zum Tracken finden Sie übrigenz auch in meinem kindle-Buch „Wer gestaltet eigentlich mein Leben?„.

Mein Tipp ist Ziel setzen, Zeitraum klar und für einen selber attraktiv definieren und Fortschritt tracken.

Was Zeitungsüberschriften mit Fokus zu tun haben

Genau hingucken

Was Zeitungsüberschriften mit Fokus zu tun haben

Letztlich hatte ich ein interessantes Gespräch mit der Schulleiterin eines privaten Gymnasiums. Sie erzählte, daß sie aktuell an der Schule dabei sind, die Ziele mehr in den Vordergrund zu stellen. Das heißt, dass die Lehrer den Schülern erklären, was sie am Ende der Stunde oder des Halbjahres gelernt haben sollten.

Als ehemalige Projektleiterin bin ich absolut dafür. Man kann ein (Lern-) Ziel nur erreichen, wenn man es vorher definiert hat und weiß, wo man hin will. Dadurch bleibt der Fokus auf dieses Ziel gerichtet. Es bleibt im Hinterkopf und dient als eine Art Kompass bei den weiteren Schritten. Auch im Sport ist es immer nützlicher zu wissen, warum man eine Übung machen soll und wo sie einen hinführt.

Um zur Überschrift zurückzukommen: Wenn wir eine Zeitung oder ein Buch lesen, dann gibt uns auch die Überschrift eine Orientierung, worum es in dem Artikel oder dem Kapitel geht. Sie macht uns aufmerksamer auf den Inhalt und setzt gleichzeitig einen Schwerpunkt. In Büchern zum Thema lernen finde ich auch oft die Anregung, zunächst nur die Überschrift zu lesen, meine Erwartungen dazu zu notieren und dann erst den Text zu lesen. Dadurch sind wir beim Lesen besser in der Lage, die Inhalte aufzunehmen.

Wenn Sie dies auf Ihr Leben übertragen, ergibt sich daraus eine großartige Coachingübung: Geben Sie Ihrem Leben eine Überschrift! Worunter soll Ihr Leben für die nächsten sechs Monate oder das nächste Jahr laufen? Gibt es einen speziellen Bereich, auf den Sie sich konzentrieren wollen oder ist es etwas allgemeineres? Das kann zum Beispiel Ihre Gesundheit sein, die Partnerschaft, der Job oder auch einfach eine bestimmte Einstellung.

Versuchen Sie, den Titel nicht länger als fünf Wörter werden zu lassen. Wenn Sie sich an einschlägige Zeitungstitel erinnern („Wir sind Papst“), sehen Sie, dass diese nicht länger sind. In der Kürze liegt bekanntlich die Würze. Welche Sprache Sie dabei benutzen, bleibt allein Ihnen überlassen. Mein Thema ist zur Zeit „Reach the Next Level!“, um meinen Fokus darauf zu richten, von „gut“ zu „großartig“ zu gelangen.

Was ist Ihr Motto?

Gute Rituale (4): Ziele schriftlich dokumentieren und verfolgen

Fragen zur Selbstbestimmung

Gute Rituale (4): Ziele schriftlich dokumentieren und verfolgen

Es ist nichts neues, dass man seine Ziele verschriftlichen sollte und ich als ehemalige Projektleiterin sollte es doch sowieso praktizieren, ABER: Auch ich verliere von Zeit zu Zeit meine Ziele aus dem Blickwinkel. Wie kommt das eigentlich immer zustande?

Klarer Fall: andere Dinge sind wichtiger, erregen unsere Aufmerksamkeit, die Ziele verschwinden unter einem großen Berg von neuen Dingen. Es kommen Dinge mit einer höheren Dringlichkeit rein (die Mahnung vom Finanzamt, die Schweigermutter stürzt und muss operiert werden), die einfach nicht vertagt werden können. Es gibt auch Dinge, die unsere Aufmerksamkeit wecken und uns ablenken (diese Fitnesstrainerausbildung sieht interessant aus, dazu will ich mich informieren und ein Buch lesen; das neue Projekt ist spannend, da möchte ich mich engagieren), so dass wir sehr begeistert etwas neues anfangen. Oder es kommen neue Ziele hinzu, die ebenfalls wie die alten erreicht werden wollen. Diese sind vielleicht schneller erreichbar oder machen, weil sie neu sind, gerade mehr Spaß.

Wenn Sie merken, dass Sie gerade zu viele Projekte am Start haben und das Gefühl haben sich zu verzetteln, ist der beste Zeitpunkt, um aufzuräumen – aber natürlich können Sie auch schon früher damit beginnen.

Listen Sie alles auf, was Sie aktuell vorhaben und wählen Sie dann nicht mehr als vier Ziele aus. Bei mehr Zielen verlieren Sie einfach den Fokus und damit auch Ihre Umsetzungsenergie. Weniger können es natürlich immer sein. Spezifizieren Sie so gut Sie können, was Sie bis wann erreichen wollen. Notieren Sie dann drei bis vier Ereignisse oder Aufgaben, die erledigt sein müssen, damit Sie Ihr Ziel erreicht haben.

Ich arbeite übrigens sehr gerne mit diesem Erfolgs-Produktivitätsblatt. Da finden Sie alle Dokumente zu den hier beschriebenen Schritten.

Nehmen Sie nun das nächste Blatt und verteilen Sie diese Aktivitäten und was Ihnen ergänzend noch dazu einfällt auf die einzelnen Monate und Wochen. Vielleicht füllen Sie jetzt nur drei Monate aus. Kein Problem. Gehen Sie dann letzten Schritt und brechen Sie das Ganze auf den einzelnen Tag runter. Sie können übrigens auch immer nur den aktuellen bzw. nächsten Tag planen (je nachdem, ob Sie ein „Ich plane am Vortag“- oder „Ich plane am Morgen“-Mensch sind, aber natürlich können Sie auch den ganzen Monat auf einen Schlag angehen. Das spart viel Zeit an den folgenden Tagen. Überlegen Sie, was am jeweiligen Tag iIhr Haupterfolg ist. Was müssen und wollen Sie unbedingt erreichen, um weiterzukommen? Dazu können sich noch ein bis drei weitere wichtige Punkte/Erfolge gesellen.

Diese Zettel habe ich immer wieder als Wiedervorlage dabei, um auf meinem Pfad vorwärts zu kommen. Manchmal verschwinden sie wieder unter einem Berg anderer Aufgaben, aber die Projektübersicht und die Monatsübersicht helfen mir immer wieder, den Anschluss zu bekommen und geben mir das Gefühl, am Ball zu bleiben.

Ein letzter Tipp: legen Sie sich diese drei Blätter in Ihren Terminkalender oder etwas, das Sie häufiger zur Hand nehmen. Auch abspeichern im Smartphone ist eine wunderbare Option.