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Stellen Sie sich Ihren wunden Punkten – und seien Sie dankbar dafür!

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Stellen Sie sich Ihren wunden Punkten – und seien Sie dankbar dafür!

Wunde Punkte zu haben, fühlt sich eigentlich nicht so toll an. Diese Trigger-Punkte, an denen uns andere erwischen, machen uns verletzlich und stören unser Selbstwertgefühl. Aber warum fühlen wir uns so verletzt?

Da, wo wir getroffen werden, ist etwas, was sehr wichtig für uns ist. Wir haben im Normalfall aus unseren Überzeugungen heraus gehandelt, die unsere Werte widerspiegeln. Das ist unsere Sichtweise des Lebens mit all unseren Erfahrungen. Im Prinzip ist es daher also gar nicht schlecht, verwundbar zu sein. Wenn wir verwundbar sind, dann sind wir auch authentisch. Was im Grunde weh tut, ist die Bewertung von anderen, die anscheinend eine andere Sichtweise haben. Wir haben das Gefühl, nicht dazuzugehören oder irgendwie „falsch“ zu sein.

Nutzen Sie diese wunden Punkte, um sich selber vielleicht in einem etwas ruhigeren Augenblick klar zu werden, was dahinter lag. Was Ihre Überzeugungen sind, Ihre Werte, Ihre Sichtweisen. Oft sind wir uns selbst nicht sicher, worauf unsere Weltanschauung beruht. Nutzen Sie diese Erkenntnisse, um damit weiterzuarbeiten.

Gefallen Ihnen Ihre Sichtweisen? Hervorragend, dann schauen Sie, wie Sie Ihr Leben damit in Einklang bringen. Wenn Sie also zum Beispiel permanent am Arbeitsplatz getriggert werden, dann kann das daran liegen, dass hier unterschiedliche Werte aufeinander prallen. Liegt es am Unternehmen, am Vorgesetzten, am Team? Prüfen Sie, welche Veränderungen möglich sind. Gibt es Störungen in Ihrem privaten Umfeld mit Freunden oder der Familie? Schauen Sie, ob Sie darüber sprechen können und ob die andere Seite sich vielleicht auch unwohl fühlt. Möglicherweise finden Sie eine akzeptable Lösung für beide Seiten. Aber scheuen Sie sich auch nicht, Ihr Adressbuch aufzuräumen und nur die Menschen darin zu belassen, die Ihnen gut tun. Das soll natürlich nicht heißen, dass Sie alle Kritiker rauswerfen sollen, ober die Menschen, die Sie Energie kosten und echtes Unbehagen bereiten, die müssen nicht Teil Ihres Lebens sein bzw. können Sie das Maß drastisch reduzieren.

Wenn Ihnen Ihr Fundament noch nicht gefällt, dann arbeiten Sie daran, sich weiterzuentwickeln.

Nutzen Sie Ihre wunden Punkte als Kompass in Ihrem Leben und richten Sie sich gegebenenfalls neu aus!

Sind Sie noch aktiv oder schon Eigner?

Eigner

Sind Sie noch aktiv oder schon Eigner?

Vor einiger Zeit hieß es: „Wir müssen vom passiven zum aktiven Zustand kommen“ oder „wir müssen die Komfortzone verlassen“ oder vom Opfer zum Handelnden werden, um etwas zu verändern. Dem möchte ich auch nicht widersprechen. Wer passiv ist, kann nichts verändern. Nicht einmal ein bißchen.

Der erste Schritt zum Erfolg ist also das Aktivsein und kein Warten auf den rettenden Märchenprinz. Aber was kommt danach? Der Stein ist sozusagen ins Rollen gekommen, aber wie wird es nun richtig gut, eben ein echter Erfolg?

Hier gibt es auch eine klare Unterteilung. Wahrscheinlich haben Sie schon selbst in Ihrem Leben genug erfolgreiche Dinge hinter sich gebracht. Manche waren okay, aber andere waren wirklich großartig. Sie sind noch Jahre danach restlos begeistert, wenn Sie davon berichten. Was kann den Unterschied bringen?

Hierzu habe ich letztlich eine wunderbare Geschichte in einem Buch gelesen, der Autor selbst Life Coach. Seine Tochter sollte in ihrer Klasse an einem Gesangswettbewerb teilnehmen. Fleißig war sie am Üben, die Töne traf sie recht gut, aber so rechte Begeisterung wollte beim Testpublikum nicht aufkommen. Am Anfang wurde mehr üben favorisiert, weil dadurch mehr Sicherheit entstünde, aber das war es nicht. Eines Abends zeigte ihr Vater ihr ein Musikvideo einer Sängerin, die er sehr verehrte. Jedesmal, wenn er das Video sah, bekam er eine Gänsehaut. Und seine Tochter steckte es an. Sie sprachen darüber, wie diese Frau diesen Song verkörperte, in erlebte, durchlebte, in mit ihren Gefühlen formte. Sie hatte ihn sich zu eigen gemacht. Der Auftritt der Tochter rückte näher, die Proben gingen voran. Als sie nun am Tag des Auftritts auf der Bühne stand, begann sie erst etwas zögerlich, aber mit jedem Wort, mit jedem Ton legte Sie mehr Emotionen hinein und gestaltete das Lied mit ihren eigenen Erfahrung. Die Menschen waren berührt und dankten ihr es mit Standing Ovations. Sie hatte es geschafft, sich den Song zu eigen zu machen.

Und genauso verhält es sich wahrscheinlich auch mit ihren großen Erfolgen: Sie sind zum Eigner der Herausforderung geworden, Sie haben sich die Aufgabenstellung zu eigen gemacht.

Bei was möchten Sie in näherer Zukunft wieder einen solchen Erfolg haben? Was wollen Sie sich zu eigen machen?

Sind Sie noch aktiv oder schon Eigner?

Gute Rituale (5): Positives auf Knopfdruck

Lebensqualität

Gute Rituale (5): Positives auf Knopfdruck

Das ist es etwas, was sich wahrscheinlich jeder ab und zu wünscht: gute Laune auf Knopfdruck. Doch oft gehen eher die Endlos-Negativ-Schleifen in unserem Schädel um und umkreisen unser Selbst, hüllen es ein in Katastrophen, Frust und Angst.

Wäre es da nicht schön, diesen Fluß umkehren zu können? Manchmal erkennen wir, was sich da in unserem Kopfkino abspielt, aber aus der Willenskraft heraus lässt es sich meist nicht stoppen. Woher also die positive Einstellung nehmen, wenn man sie am dringendsten braucht?

Einen guten Tipp fand ich bei einem amerikanischen Life Coach im Buch „100 Ways to Motivate Yourself“. Es ging darum, die eigenen Knöpfe, die eigenen Trigger auszulösen, aber für das positive. Und zwar wirklich auf eine einfache Weise:

Sammeln Sie alles, was Sie in eine positive Stimmung versetzt. Das können Musikstücke sein, Filme sein, Bücher sein, die Sie inspirieren und Ihr Herz öffnen. Erstellen Sie sich daraus Ihre eigene Playlist, um sie in schwierigen Situationen zu nutzen.

Es geht nicht darum, die Welt rosarot zu sehen, sondern es geht darum, wieder handlungsfähig zu werden. Angst, Frust und depressive Stimmung lassen uns verharren und ziehen uns hinunter in unser Selbstmitleid. An der Situation wird dies aber nicht viel ändern. Ich habe solche Phasen schon selbst erlebt. Man sühlt sich im Mitleid und das Leben wird immer schwerer zu ertragen.
Sie haben aber eine Wahl: Wollen Sie im Selbstmitleid bleiben und mit der Welt und den Umständen hadern und auf einen Retter warten (, der sich manchmal sehr viel Zeit lässt,) oder wollen Sie diese Phase so kurz wie möglich halten und schnell daraus wieder auftauchen? Es ist Ihre Entscheidung. Eine positive Stimmung weckt wieder die Hoffnung auf Veränderung und Verbesserung der Situation. Diese Playlist hilft Ihnen dabei, wieder in die Handlungsfähigkeit zu kommen.

Sammeln Sie also kontinuierlich die Dinge, die Sie motivieren und glücklich machen. Wie Sie dies tun, überlasse ich Ihnen. Sie sollten einen Teil der Liste allerdings durchaus griffbereit haben, wie Songs oder Gedichte auf dem Smartphone oder die CD oder den USB-Stick für das Autoradio.

Ich freue mich, wenn Sie mir schreiben, was Sie glücklich macht. Vielleicht lässt sich daraus eine Empfehlungsliste für einen nächsten Beitrag machen. Ich freue mich auf Sie!